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anjasi
01 Juli 2009 @ 18:51
war insgesamt eine gute Bücherzeit, auch wenn ich nicht dazu gekommen bin die Bücher zu kommentieren.

Die Liste:

Ackroyd, Peter: Das Tagebuch des Oscar Wilde
Aiken, Joan: Der letzte Satz
Bâ, Mariama: Der scharlachrote Gesang
Camilleri, Andrea: Die schwarze Seele des Sommers
Colagrossi, Angelo; Kerkeling, Hape; Müller, Elke :Amore und so´n Quatsch.
Colfer, Eoin: Artemis Fowl – Das Zeitparadox.
Davidson, Mary Janice: Weiblich, ledig, untot
Donnelly, Joe: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Eschbach, Andreas: Das Jesus-Video
Fairstein, Linda: Totenmahl
Graham, Caroline : Die Rätsel von Badger‘s Drift, Requiem für einen Mörder
Haines, Carolyn: Unselig sind die Friedfertigen
Heyer, Georgette: Der schwarze Falter
Hömberg, Barbara: Damit wird Mann leben müssen.
Ibbotson, Eva: Das Geheimnis der Geister von Craggyford
Kellerman, Faye: Die Rache ist Dein
Kneifl, Edith: Auf den ersten Blick.
Kneifl, Edith: Kinder der Medusa
Läckberg, Camilla: Die Eisprinzessin schläft.
McCall Smith, Alexander: The No. 1 Ladies‘ Detective Agency McKillip, Patricia A.: Erdzauber
Novik, Naomi : Drachenbrut. Die Feuerreiter seiner Majestät
Tags: ,
 
 
anjasi
28 Juni 2009 @ 20:20
on a very warm evening and with a sticky day before: sitting on my balcony late in the evening listening to vampire chick lit. Should do it again today
 
 
Aktuelle Stimmung: amused
 
 
anjasi
20 Juni 2009 @ 22:16
You Are Blue
You are a philosophical and often inspired person. You are the master of ideas.
You are open to many points of view. You believe that it's important to communicate and not judge.

You have a worldly perspective, and you're always looking to broaden it.
You are a true people person, but you also value your solitude and personal space.


To believe or not?
 
 
Aktuelle Stimmung: thoughtful
 
 
anjasi
24 Mai 2009 @ 19:35
ist Das Tagebuch des Oscar Wilde und ich weiß so gar nicht, ob ich es weiterlesen kann. Es ist nicht uninteressant, nicht schlecht geschrieben und doch nicht das Richtige für diese Zeit. Möglich, dass mein Kopf die sommerlichen Temperaturen noch nicht gewohnt ist???
Alternativ höre ich bei Hausarbeit und Sport Die Drachenreiter seiner Majestät. In die Geschichte habe ich ganz gut reingefunden. Sie hat für mich einen eigenwilligen Charme. Bin gespannt, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Marinekapitän und Drachen entwickelt.
Habe auch mal meine Bücher in der Wohnung quergeschaut und es sind noch sooo viele interessante hier. Wann habe ich die alle mitgenommen, gekauft, geschenkt bekommen ????
 
 
Aktuelle Stimmung: irritated
 
 
anjasi
17 Mai 2009 @ 10:14
Die letzte Zeit war wirklich erfolgreich, weil mir so viele schöne Bücher begegnet sind. Gutes Wetter und ein Balkon, der so langsam aber sicher einladend wird, helfen dabei
Unter den zuletzt gelesenen Bücher ein Fantasyklassiker:
Patricia A. McKillip - Die Schule der Rätselmeister (The Riddlemaster of Hed) = Band 1 der Erdzauber-Trilogie
Morgon, Fürst von Hed, wird unfreiwillig zu einer wichtigen Figur für sein und die umliegenden Länder. Durch das Lösen eines Rätsels hat er die Möglichkeit eine Frau zu umwerben. Statt sich "nur" auf die Reise zu ihr zu begeben, wird er zum Sternenträger (oder erkennt seine Bestimmung) und erhält eine Harfe, die ausschliesslich bei seiner Berührung spielt. Er macht sich auf dem Weg zum Erhabenen, an seiner Seite meist Thod, der Harfner. Er lernt sich in eine Vesta und einen Baum zu wandeln, wird angegriffen und verfolgt, erfährt Feindschaft und Hilfe und gelangt am Ende des ersten Bandes zum Erlenstein-Berg und begegnet wunschgemäss dem Erhabenen. Damit endet dieses Buch und hinterlässt ein großes Fragezeichen, denn dieser Schluß ist ein echter Knalleffekt.
Die Geschichte wird in einer sehr schönen Sprache geschildert und -obwohl eine klassische Fantasyhandlung- vermeidet sie die Klischees, birgt Überraschungen und macht neugierig, wie die Autorin die Handlung weiterführt.




Zur Abwechslung ein Krimi:  Caroline Graham - Das Rätsel von Badger's Drift(The killing at Badger's Drift), ein Inspektor Barnaby-Krimi.
In einem kleinen Dorf entdeckt eine alte Dame im Wald etwas und kurz darauf ist sie tot. Ihre Freundin glaubt trotz des hohen Alters nicht an eine natürliche Ursache und so macht sich Tom Barnaby auf zu ermitteln. Und richtig: Schierling ist keine natürliche Todesursache. Doch was hatte Miss Simpson gesehen?  Es gibt einige Verdächtige und bald einen zweiten Mord.
Ich kannte bislang nur die Fernsehserie, die ich sehr mag und hin und wieder trotz der späten Übertragungsstunde schaue. Als mir nun dieser -noch dazu erste- Band in die Hände fiel, konnte ich nicht widerstehen. Es ist ein typischer Whodunit, wie er so oft aus England kommt, mit originellen Figuren, reichlich Toten und trotzdem nicht übertrieben ekligen Schilderungen. Mir hat das Buch genausogut gefallen wie die Serie und ich schaue mal, ob mir von den anderen Bänden noch der ein oder andere über den Weg läuft.

Zum Abschluß dieser Sammlung noch ein ganz niedliches Kinderbuch von Eva Ibbotson - Das Geheimnis der Geister von Craggyford (The great ghost rescue)
Rick traut seinen Augen nicht, als er eines Morgens etwas Rosiges, Durchsichtiges auf seinem Bett sitzen sieht, das behauptet, es sei das Gespenst Humphrey, der Schreckliche. Eigentlich heißt das Gespenst ja nur ›Humphrey‹, nennt sich aber mit Beinamen ›der Schreckliche‹, um eines Tages vielleicht wirklich schrecklich zu werden … Niemand weiß, was bei Humphrey schief gelaufen ist. Statt abstoßend und grauenhaft wie alle guten Gespenster ist er von einer pfirsichfarbenen Anmut. Wenigstens erschrickt Rick daher nicht allzu sehr über den unverhofften Gespensterbesuch. Das ändert sich allerdings schlagartig, als nach und nach Humphreys ganze Familie bei Rick auftaucht: Diese ist an Gruseligkeit wirklich nicht zu überbieten! Doch die Gespenster führen nichts Böses im Schilde, sondern erhoffen sich von Rick Hilfe in einer misslichen Situation: Ihr Spuk-Stammsitz, ein altes Schloss, wird in eine Feriensiedlung umgewandelt – und sie stehen ohne Zuhause da! Natürlich hilft Rick diesen Geistern. Er möchte ein Reservat finden, wo die Geister unter Schutzbedingungen leben können. Und so macht Rick sich auf zum Premierminister.
Die Geschichte ist sehr charmant erzählt und darüber hinaus ökologisch korrekt. Aber die Kinderbücher von E.I. sind einfach nett ... und mit vielen Gespenstern.


Aktuelle Lektüre: Carolyn Haines - Unselig sind die Friedfertigen.

 
 
Aktuelle Stimmung: relaxed
 
 
anjasi
02 Mai 2009 @ 20:09
Becker, Alexandra; Becker, Rolf: Neues von Dickie Dick Dickens (amüsant)
Becker, Rolf; Becker, Alexandra: Tod auf Gepäckschein 3311
Beckett, Simon: Die Chemie des Todes (spannend, nicht ganz so überraschend)
Courths-Mahler, Hedwig: Griseldis
Dodd, Christina: Liebhaber meiner Träume
Edwards, Blake: Richard Diamond. Folgen 1 und 2
Fforde, Jasper: Es ist was faul
Gablé, Rebecca: Reliquienblut und Gottesurteil
Glattauer, Daniel: Gut gegen Nordwind (sehr schöne Geschichte)
Ibbotson, Eva: Sternenmelodie
Kaes, Wolfgang: Todfreunde (interessant)
Larsson, Åsa: Sonnensturm (Guter Tipp, davon kommt noch mehr)
Marzi, Christoph : Lycidas
Menger, Ivar Leon: Dodos Rückkehr
Pepetela: Jaime Bunda, Geheimagent (hätte ich drauf verzichten können)
Pratchett, Terry: Gevatter Tod
Safier, David: Mieses Karma (Idee gut, über den Rest sollte ich schweigen)
Saunders, Kate: Liebe im Spiel
Van der Vlugt, Simone: Klassentreffen (gute Wendungen)
Verne, Jules: Reise zum Mittelpunkt der Erde (gähn)
Tags: ,
 
 
anjasi
01 Mai 2009 @ 08:59
Woran denkt ihr?

Tag der Arbeit
Maihexen
Tanz in den Mai wie Beltane
Maibaum als Zeichen des Frühlingserwachens

In einigen Gegenden wird in der Nacht zum ersten Mai Schabernack getrieben, die Maihexen sind unterwegs. In anderen gibt es die Maibäume. Zum Teil bunt geschmückte Birken, die einer Angebeteten vor das Fenster gestellt werden. An anderen Orten tanzt man in den Mai hinein und feiert. Und natürlich sind heute viele Gwerkschaftsdemonstrationen.
Ich selber bin mit den Hexen großgeworden, sosohl was den Schabernach angeht als auch das Hineintanzen in den Mai. Inzwischen markiert der erste Mai meist die Zeit, wo meine erste Allergiewelle zu Ende ist und ist daher zu etwas sehr Gutem geworden ;-)
Was ist bei euch so los? Woran denkt ihr?
Tags:
 
 
Aktuelle Stimmung: curious
 
 
anjasi
18 April 2009 @ 15:19
habe dies bei Lilly Berry gefundend und dachte ich gebe dazu auch mal meinen Senf, Ketchup oder was auch immer ab: Blogparade Klassiker der Literatur.

# Welche Werke fallen Euch ein, wenn ihr an Klassiker der Literatur denkt?
Zuerst die englischen, wie Charlotte Bronte, Jane Austen, Thackeray, Shakespeare u.v.m. Dann die deutschsprachigen wie Goethe, Hesse, Brecht, Mann.
Die Listen würden superlang, daher nur die ganz spontanen.
# Welche Klassiker habt ihr selbst bereits gelesen? (Auswahl möglich)
Tja, die von mir genannten Englischen und daneben auch Matthew Lewis, Oliver Goldsmith, Lawrence Sterne. Bei den deutschen bin ich überwiegend vor 1900 hängengeblieben, aber wer weiß?
# Wie haben die Bücher Euch gefallen?
Wie alle anderen auch. Mal war ich fasziniert, begeistert ... (Iphigenie auf Tauris, The monk, Nathan der Weise, Homo faber ....), mal total entsetzt, warum es immer noch gelesen wird (Hermann und Dorothea fällt mir da sofort ein ;-)
# Welchen Autor bevorzugt ihr?
Schwierig zu sagen, ich lasse mich immer mal wieder gern überraschen
# Welche Bücher würdet ihr in die Klassiker-Reihe mit aufnehmen? (Feuchtgebiete? Harry Potter? xD) Und welcher Autor hätte die Aufnahme Eurer Meinung nach verdient?
Leonard Wibberley, um überhaupt was zu nennen. Aber ich denke der Begriff Klassiker ist sehr allgemein. Bücher, die über lange Zeit gelesen werden, aktuell bleiben, "weitergegeben werden" verdienen sich das. Und dazu benötigen sie keine Literaturkritik, sondern nur jemanden, der sie lesen mag ;-)
 
 
anjasi
12 April 2009 @ 12:20
und bevor ihr in Gefahr geratet schaut mal hier.
 
 
anjasi
04 April 2009 @ 16:36
Christoph Marzischreibt eine ungewöhnliche Geschichte mit vielen bekannten Elementen aus Literatur, Religion, Geschichte.
Emily Laing, ein kleines Waisenmädchen, wird durch sprechende Ratten in eine unbekannte Welt geführt auf der Suche nach ihrer Halbschwester. Ihr zur Seite ihre Freundin Aurora, der Alchemist Wittgenstein, ein Elf und die Ratten. Um die entführte Mara wiederzufinden muß Emily in die uralte Metropole unterhalb Londons gehen und Lycidas begegnen.

Emily ist eine sehr junge Hauptfigur (12), deren Leben bis zum Beginn der Geschichte düster verlaufen ist: sie lebt in einem Waisenhaus, hat ein Auge verloren, wird ziemlich schlecht behandelt und ihre einzigen Freunde sind Aurora, ebenfalls ein Waisenkind, und ihr Teddy. Doch sie flieht aus dem Waisenhaus und eine Ratte führt sie zu Wittgenstein. Der Alchemist ist eine sehr knorrige Figur, deren häufigste Sätze „Fragen Sie nicht“ und „Dieses Kind“ sind. Die uralte Metropole wirkt sehr historisch, was durch die Zeitbezüge der Geschichte und die vorkommenden Figuren untermalt wird: der Dichter Milton, Erzengel, selbst Vergil. Dazu die fantastischen Figuren und die Atmosphäre der Tunnel. Es könnte eine sehr düstere Erzählung sein. Ist es m.M. nach aber nicht, wobei sie auch keine komischen Elemente hat.

Da mir das Buch zwar empfohlen wurde (und ich es auch verschenkt habe), aber bislang kein Exemplar meinen Weg gekreuzt hatte, habe ich mich für die Hörbuchversion entschieden. Helmut Krauss liest das Buch, welches überwiegend aus der Sicht Wittgensteins erzählt wird. Dazu passt seine rauhe Stimme recht gut, nur leider mag ich dieser Stimme nicht gern zuhören, was bei elf Stunden Hörzeit ein wenig stört. Auch waren die einzelnen Stimmen zu ähnlich, so dass manchmal kaum zu erkennen war, wer denn nun gerade spricht. Die dauernden Wiederholungen Wittgensteins fallen in einer Hörversion vielleicht vermehrt auf und zehren etwas an der Geduld des Zuhörers. Dazu kommen extrem lange Kapitel – das muß doch einfach nicht sein.

Insgesamt fällt mir eine gute oder schlechte Bewertung schwer. Die Geschichte hat „etwas“, ist gut erzählt, bietet viele literarische Anknüpfungspunkte. Gleichzeitig gibt es Längen und die Hörfassung ist bedingt gut. Vielleicht würde ich die Fortsetzung als Buch versuchen?! Aber die Entscheidung lasse ich mir offen ;-)
 
 
anjasi
28 Februar 2009 @ 20:35
Drei Empfehlungen und ein Gegenteil, Pratchett und Rowling waren auch nett, aber nicht ganz so gut wie die Empfehlungen.

Baum, Lyman Frank: Der Zauberer von Oz (A)
Brittney, Lynn: Nathan Fox - Im Auftrag Ihrer Majestät (A)
Camilleri, Andrea: Die Passion des stillen Rächers
Courths-Mahler, Hedwig: Durch Liebe erlöst (A)
Fforde, Jasper: Im Brunnen der Manuskripte
Follett, Ken: Die Tore der Welt (A)
Krupicka, Sylvia: Mimi Rutherfurt ermittelt. Coll.I (A)
Perry, Anne: Das Gesicht des Fremden
Pratchett, Terry: Kleine freie Männer
Rowling, Joanne K.: The tales of Beedle the Bard
Street, Mary: The confession of Fitzwilliam Darcy
Topilskaja, Elena: Denn kalt ist der Tod
Ubukata, To: Kompression
Vicent, Manuel: Der Gesang der Wellen

In den März starte mit einem Krimi und hörtechnisch wird wohl Herr Glattauer den Anfang machen. Schönes Wochenende,





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anjasi
25 Februar 2009 @ 17:56
und einige Bücher haben mich über diese Zeit unterhalten.
Zum einen habe ich nach langer Zeit mal wieder einen Roman von Andrea Camilleri gelesen: Die Passion des stillen Rächers (La pazienza del ragno) , der achte Fall für Commissario Salvo Montalbano, den ich total mag. Montalbano erholt sich von einer Schußverletzung, aber als eine junge Frau entführt wird, muß er zurück in den Dienst und den Grund für die Tat herausfinden. Die Bücher um Montalbano sind meist unblutig (oder zumindest wird das dezent beschrieben) und er ist kein netter Commissario à la Brunetti, sondern jemand mit sehr vielen Ecken und Macken. Aber ich mag ihn einfach und würde mich freuen, wenn auch die Verfilmungen in Deutschland weiter gezeigt würden. Leider scheint das nicht absehbar. Ich fand sie - mit Ausnahme von der Besetzung von Livia - total gelungen und Luca Zingaretti hat es geschafft mein Bild von Montalbano neu zu gestalten.

Nebenbei habe ich (auf langen Bahn- und Busfahrten) Ken Follett gehört: Die Tore der Welt (World without end).
Ein echter historischer Schinken, der netterweise in der gekürzten Fassung vorliegt und von Joachim Kerzel gelesen wird. Und das war auch der Grund, warum ich es mir angehört habe, denn ich mag sowohl den Stil seiner Lesung als auch seine Stimme sehr gern. Die Geschichte spielt wieder in der Gegend wie Die Säulen der Erde und die Nachfahren Tom Builders schlagen sich mit dem Bau einer Brücke, dem Überleben bei Krieg und Krankheit, mit Edelleuten und Kirchenmännern herum. Das Buch enthält wohl alles, was man getrost in einem historischen Roman der Zeit erwarten kann und obwohl kein großer Fan dieses Genres war es nett zu hören.

Ein anderes Buch führte mich nach Japan: Kompression von To Ubukata ist der erste Teil der Mardock-Trilogie. 
Ein junges Mädchen, die Luxus-Geisha Rune Balot, soll ermordet werden, doch sie wird gerettet um gegen den Täter aussagen zu können. Nach ihrer Rettung wird sie "technisiert" und dieser Teil der SF-Trilogie erzählte diese Wandlung und einen Teil ihrer Vergangenheit.
Der Beginn des Buches ist durch eine gedrückte Stimmung gekennzeichnet, wenn es um die Geschichte von Rune geht. Als es dann gegen Ende des Buches zum Angriff auf sie kommt, schlägt die Atmosphäre komplett um als ein blutiger Kampf ausdrücklich geschildert wird. Danach bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich die Fortsetzungen lesen möchte. Für mich hätte es hier deutlich weniger Gewalt sein dürfen. Ein paar Schwierigkeiten habe ich auch mit dem Klappentext und mit der Vorstellung der Charaktere, aber das könnte an meiner SF-Unerfahrenheit liegen. Es war auf alle Fälle und überwiegend lesenswert wegen des grösseren ersten Teils.








Sehr viel unblutiger waren zwei weitere Bücher: Im Brunnen der Manuskripte (The well of lost plots) von Jasper Fforde und The confession of Fitzwilliam Darcy von Mary Street. Ffordes Geschichten mit Thursday Next in der Welt der Literatur begeistern mich sehr, weil sie so fantasievoll und gleichzeitig so voller Anspielungen und Geschichten aus der Literatur sind. Die Kurzfassung von Anna Karenina im Fußnotofon ist klasse und ich sollte es unbedingt mal lesen. Die Confessions hingegen haben mich einfach nur glücklich sein lassen. Die Geschichte ist nicht neu, es gibt nur die andere Sichtweise, aber das in sehr unterhaltsamer und amüsanter Form.
"Miss Bingley would have chosen to keep me company.
 I had reasons for avoiding a situation of that nature."
Kleine und feine Seitenhiebe, neue Deutungen altbekannter Geschehnisse und eine wunderschöne Liebesgeschichte. Ein Buch das mich glücklich macht ;-)

 
 
anjasi
18 Februar 2009 @ 22:19
Prepaid UMTS Flatrate

ich bin dann mal weg ...
 
 
anjasi
08 Februar 2009 @ 08:35
Habe gestern abend den Film Der Jane Austen Book Club gesehen. Das Buch hatte ich bereits vergangenes Jahr gelesen und war eher mässig begeistert. Trotz allem habe ich mir den Film nun doch angeschaut und muss feststellen: als Film funktioniert die Geschichte für mich viel eher. Er ist nicht mein Film des Jahres oder so, aber hier wirken die Analogien nicht so platt und die Geschichten sind recht nett erzählt. Glaube nicht, dass mir das vorher schon mal passiert ist. Ich neige dazu erst die Bücher zu lesen bevor ich mir eine Literaturverfilmung ansehe und meist gefallen mir die Bücher besser - vielleicht weil sie mir mehr Raum für eigene Bilder lassen. Wenn mir dann der Film trotzdem gefällt: umso besser. Aber das mir der Film besser gefällt als das Buch? Es könnte natürlich an den niedrigen Erwartungen zu diesem Film liegen.

Ich bin auch noch einer zweiten literarischen Vorlage begegnet, diesmal als Audiobook: Nathan Fox von Lynn Brittney.

Nathan Fox ist ein junger Schauspieler, der im Jahr 1587 als Spion für Sir Francis Walsingham zu arbeiten beginnt. Sein erster Auftrag führt in nach Venedig, wo er gemeinsam mit dem erfahrenen Agenten John Pearce den Dogen zu einer Allianz mit England überreden soll.
Die Geschichte ist soweit nett zu hören und Michael Schwarzmaier liest sie ordentlich. Allerdings hat L.B. eindeutig ihren Shakespeare gelesen und erzählt viele Geschichten wieder. Da stellt sich schon die Frage, ob ihr nichts Eigenes eingefallen ist? Und irgendwie auch für wen sie die Geschichte erzählt. Dass Nathan dann auch noch vorab von W.S. beauftragt wird, die Augen und Ohren offenzuhalten um ihm von seinen Abenteuern zu berichten, klärt zwar die Zusammenhänge, aber beantwortet für mich die Frage nicht.
 
 
Aktuelle Stimmung: thoughtful
 
 
anjasi
zuerst mit einem Weihnachtsgeschenk: Kleine freie Männer (Wee free men) von Terry Pratchett. Tiffany entdeckt merkwürdige Wesen am Fluß und als ihr kleiner nerviger Bruder verschwindet, macht sie sich auf den Weg ihn zurückzuholen. Von den Wesen stehen dabei einige auf ihrer Seite, es sind die kleinen blauen Größten, die gern kämpfen und daher recht hilfreich sind.
Es ist ein schönes Buch, die Größten sind witzig und ich möchte ihnen nicht unbedingt begegnen. Und das eine neue Hexenreihe in der Scheibenwelt existiert, freut mich besonders, da ich Granny Weatherwachs und Nanny Ogg schon lange vermisst habe.
Weiter ging es dann mit The Tales of Beedle the Bard von J. K. Rowling. Ein Märchen dieser Sammlung war mir (natürlich) bereits bekannt, die übrigen sind sehr märchenhaft und von Albus Dumbledore kommentiert.
Mir hat dabei The fountain of fair fortune sehr gefallen. Vielleicht weil es am einfachsten zugänglich ist ;-)
Das ich nun auch noch Der Zauberer von Oz höre, unstreicht den märchenhaften Jahresbeginn. Um aber mal etwas anderes zu lesen, ist das nächste Buch kein Kinderbuch und hat auch sonst ganz andere Züge.
 
 
anjasi
31 Dezember 2008 @ 14:26
Aston, Elizabeth: The second Mrs. Darcy.
Canavan, Trudi: Die Meisterin
Evanovich, Janet: Zweimal ist einmal zuviel
Kellerman, Faye: Weder Tag noch Stunde
Kidd, Sue Monk: Die Meerfrau. Gekürzte Lesefassung (A)
Klüpfel, Volker; Kobr, Michael: Erntedank
Llewellyn, Caroline: Die verborgene Geschichte
Macdonald, Marianne: Die letzte Strophe
Meyer, Kai : Die Sturmkönige - Dschinnland (A)
Pratchett, Terry: Total verhext (A)
Roberts, Nora: Tödliche Flammen (A)
Savage, Sam: Firmin

Naja, für die Vorweihnachtszeit war das gar nicht mal so wenig, wie ich gedacht habe. Meine drei Besuche im Antiquariat hätten zwar nicht direkt aufeinander folgen müssen, aber es hatte auch seinen Charme.

Zuerst mit Dido Hoare auf die Antiquariatsmesse nach Oxford, wo ihr ein Nachlass angeboten wird, der es in sich hat. Leider sind auch Leichen inbegriffen: Die letzte Strophe (Smoke screen)
Das Buch ist mässig, weil vorhersehbar und plätschert auch ein wenig vor sich hin. Ich werde von dieser Serie die Finger lassen
Anschliessend erneut in Oxford und auf der Suche nach einem verlorenen Buch, das Jo's Großmutter einst geschrieben hatte und damit für viel Wirbel bei einigen Einwohnern von Shipcote sorgt:
Die Suche nach dem Buch war nett und ganz unterhaltsam.
Zuletzt ging's dann in ein Bostoner Antiquariat, wo das Leben der Ratte Firmin erzählt wird, die das Lesen lernt und Literatur schätzt.
Ein langweiliges Buch. Was auch immer dieser Geschichte fehlt, die vier Übersetzer haben ihr sicher auch nicht gut getan. Firmin hat wenig von einer Ratte, die Literatur kommt am Rande vor und es fehlt einfach der Charme, den ich mir gut hätte vorstellen können. Allerdings hat man sich beim der Gestaltung des Buches viel Mühe gegeben: es ist auf alt gemacht und wirkt angenagt - passend zur Ratte halt. Trotzdem, Antiquariate sind nicht immer der Ort für gute Literatur.

2008 war ein interessantes, abwechslungsreiches Lese- und Hörjahr. Ein paar Hightlights: Nebenan von Bernhard Hennen, Yolanda von Julia Alvarez, Eistod von Michael Theurillat, Die Gilder der schwarzen Magier-Trilogie von Trudi Canavan zum Beispiel. Das ein paar Bücher eher verzichtbar waren stimmt natürlich auch, aber die zähle ich hier bestimmt nicht auf ;-)

Bis 2009 und alles Gute für das kommende Jahr - wir lesen uns!

 
 
Aktuelle Stimmung: relaxed
 
 
anjasi
24 Dezember 2008 @ 13:20
and a good time for everyone.
Prepaid
 
 
Aktuelle Stimmung: cheerful
 
 
anjasi
15 November 2008 @ 17:21
Zuerst einmal die Auflösung zum Zitat von gestern, es stammt aus Zweimal ist einmal zuviel (Two for the Dough) von Janet Evanovich. Es ist der zweite Fall für die Kopfgeldjägerin Stephanie Plum. Anstatt ganz einfach Kenny Mancuso einzusammeln und bei seinem Gerichtstermin abzuladen, gerät Stephanie zwischen Kenny und den Bestattungsunternehmer Spiro, dem immer mal wieder Leichenteile abhanden kommen, die zu unerwünschten Gelegenheiten wieder auftauchen. Das klingt ekliger, als der Roman eigentlich ist. Ich habe den Eindruck der Fall ist eh mehr die Untermalung oder das Drumherum zu S.P. Der Roman ist leichte Kost, unterhaltsam und amüsant und eigentlich wenig spannend. Besonders nett finde ich die Titelgestaltung - so weiß ich doch, wo ich mich in der Serie gerade befinde. Smileys




Ausserdem hatte ich das Vergnügen Katharina Thalbach zuzuhören, wie sie Total verhext (Witches abroad) von Terry Prachett liest. Das ist wirklich unschlagbar: eine herausragende Lesung eines meiner Lieblingsbücher und ein reiner Hörgenuß. Man hätte wohl keine bessere Leserin für dieses Buch finden können. Ich bin absolut begeistert und freue mich schon auf ein Wiederhören.
 
 
Aktuelle Stimmung: ecstatic
 
 
anjasi
14 November 2008 @ 19:14
wollte ich unbedingt das aktuelle Buch weiterlesen bzw. zu Ende lesen und bin über dieses Zitat fast aus dem Bett gefallen vor Lachen:

»Wir haben alle unser Kreuz zu tragen«, sagte meine Mutter. Sie sah nach unten und fiel auf die Knie.
Grandma Mazur hatte Doc Martens an den Füßen. Außerdem trug sie eine halblange Daunenjacke, hochgekrempelte Jeans und ein Flanellhemd, das zu meinem paßte. Wir sahen aus wie zwei aus der Geisterbahn entsprungene Zwillingsschlampen.

Und jetzt endlich auf ins Wochenende!!!
Tags:
 
 
Aktuelle Stimmung: cheerful
 
 
anjasi
04 November 2008 @ 18:35
von Klüpfel und Kobr, dem Allgäuer Autorenduo.

Eine Leiche im Allgäu und Kommissar Kluftinger wieder im Einsatz. Diesmal hat er es (in seinem zweiten Fall) mit einem sehr grausigen Fund zu tun: auf der Brust des Ermordeten wurde eine tote Krähe drapiert und der Täter hinterließ ein weiteres Zeichen. Leider bleibt es auch nicht bei einer Leiche und der Täter scheint mit den Ermittlern Katz und Maus zu spielen, denn wiederum hinterläßt er Hinweise. Kluftinger und sein Team kommen über Allgäuer Sagen auf eine Spur, aber sie müssen sich sputen, um einen weiteren Mord zu verhindern.

Der zweite Fall von Kluftinger ist sehr gruselig, nicht nur dank der mystischen Sagen und der grausigen Leiche. Jedes Kapitel beginnt mit der Strophe eines Gedichts von Brentano, das eine düstere, beängstigende Atmosphäre schafft, die sich durch das ganze Buch hindurchzieht, inklusive des Endes. Parallel dazu verläuft das (Familien-)Leben Kluftingers sehr humorvoll (für den Leser). Es hat schon slapstickartige Züge, wenn Kluftinger wegen eines Wasserschadens beim Doktor einziehen muß, mit Apfelmost am Straßenrand zurückgelassen wird oder einen Abend im Funbad verbringt. Dieser Bereich ist sehr übertrieben, bringt aber ein wichtiges Gegengewicht zu der düsteren Geschichte und hat mir das Lesen angenehmer gemacht.

Kleine Appetitthappen (ohne Zusammenhang nicht ganz so komisch, aber ...):

Was sollte schon dabei herauskommen, wenn man die Brotzeit nach einem Sitzmöbel benannte. - 77

  • »So, jetzt geht’s aber los. Faites vos jeux, wie der Lateiner sagt«, lachte der Doktor. Kluftinger nickte ihm zu. Das wird ein langer Abend, dachte er. - 7
  • »Das ist nur der Text. Die Bilder hat er als Attachment geschickt«. Kluftinger betonte das Wort dabei französisch: >> Ataschmoo«.
  • Sein Kollege blickte ihn verständnislos von der Seite an, nickte aber, als er sich ihm zuwandte, und sagte: »Ach ja, natürlich, als Attaschmoo.« Dann schwiegen sie einige Sekunden und nickten beide. - 94
  • »Bei mir. Ich habe jetzt einen Flatschkrien und Dobbie Saraut.«

[Möchte jemand raten, worum es hier geht? Den nächsten Satz verstecke ich mal etwas] Kluftinger – selbst nicht eben beschlagen in technischen Dingen – vermutete hinter den Begriffen Video-Zubehör und ging nicht weiter darauf ein. - 281


Die Übertreibungen sind schon sehr eindeutig, aber zwischen all dem Grusel mal Lachen ist nett. Für die künftigen Fälle könnte Kluftingers Sohn Markus noch interessant werden, der hier schon einen interessanten Auftritt als Privatprofiler hat – bin gespannt, was sich daraus entwickeln wird.

Insgesamt ein lesenswerter Krimi und ich freue mich schon auf die nächste Begegnung mit Kommissar Kluftinger und den Seinen. Muß aber noch überlegen, ob ich den Verlag etwas boykottiere, denn der vierte Fall wird jetzt als Softcover-Ausgabe für ziemlich viel Geld verkauft und schöner ist die Ausgabe wirklich nicht.

 
 
Aktuelle Stimmung: amused
 
 
 
 

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